Information über die Geschäftsordnung zur Aufstellung von Kandidaten und Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern

Die Bestimmung der zahlenmäßigen Zusammensetzung des Aufsichtsrates der PAO Gazprom, die Bestellung und vorzeitige Amtsniederlegung von dessen Mitgliedern liegt in der Kompetenz der Hauptversammlung (Artikel 48 Ziffer 1 Absatz 4 des Föderalen Gesetzes „Über Aktiengesellschaften“).

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung gehören dem Aufsichtsrat der Gesellschaft 11 Personen an, die Aufsichtsratsmitglieder werden auf die Dauer bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung bestellt.

Gemäß Artikel 53 des Föderalen Gesetzes „Über Aktiengesellschaften“ dürfen Aktionäre (ein Aktionär), die insgesamt mindestens 2 Prozent der stimmberechtigten Aktien der Gesellschaft besitzen, Fragen zur Tagesordnung der Jahreshauptversammlung einreichen und Kandidaten für den Aufsichtsrat der Gesellschaft aufstellen, deren Anzahl die zahlenmäßige Zusammensetzung des jeweiligen Gremiums nicht überschreiten darf.

Diese Vorschläge sind der Gesellschaft spätestens 30 Tage nach Ablauf des Geschäftsjahres zuzustellen.

Sollte die vorgeschlagene Tagesordnung der außerordentlichen Hauptversammlung eine Frage zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Gesellschaft enthalten, dürfen Aktionäre bzw. ein Aktionär, die insgesamt mindestens 2 Prozent der stimmberechtigten Aktien der Gesellschaft besitzen, Kandidaten für den Aufsichtsrat der Gesellschaft aufstellen, deren Anzahl die zahlenmäßige Zusammensetzung des jeweiligen Gremiums ebenfalls nicht überschreiten darf.

Diese Vorschläge sind der Gesellschaft spätestens 30 Tage vor der außerordentlichen Hauptversammlung zuzustellen.

Durch Beschluss des Aufsichtsrates der Gesellschaft vom 11. Juli 2007 Nr. 1037 wurde die Richtlinie zur Form von Vorschlägen und Forderungen der Aktionäre, die mit der Einberufung der Hauptversammlung verbunden sind, genehmigt. Dieses Dokument zielt darauf ab, die Offenheit und Transparenz der Gesellschaftstätigkeit in Bezug auf die Vorbereitung von Hauptversammlungen sicherzustellen und richtet sich nach Maßgabe des russischen Rechts und der Satzung. Die Richtlinie enthält Vorschriften für die Form von Vorschlägen und Forderungen der Aktionäre, Termine für deren Beantragung und Anforderungen an deren Inhalt. In Bezug auf Bereiche, die in den Gesetzen und in der Satzung der PAO Gazprom nicht geregelt sind, gilt diese Richtlinie als Empfehlung.

Gemäß Artikel 53 des Föderalen Gesetzes „Über Aktiengesellschaften“ sind ein Vorschlag zur Aufnahme von Fragen in die Tagesordnung der Hauptversammlung und ein Vorschlag zur Aufstellung von Kandidaten schriftlich einzureichen. Darin sind Namen (Firmennamen) der Aktionäre (des Aktionärs), die sie einreichen, sowie Anzahl und Gattung (Typ) der in ihrem Besitz befindlichen Aktien anzugeben, und sie sind von den Aktionären (dem Aktionär) zu unterzeichnen.

Der Vorschlag zur Aufnahme einer Frage in die Tagesordnung der Hauptversammlung hat eine Formulierung der jeweiligen vorgeschlagenen Fragen zu enthalten. Der Vorschlag zur Aufstellung von Kandidaten muss folgende Daten enthalten: Namen und Angaben aus dem Personalausweis des jeweiligen vorgeschlagenen Kandidaten (Serie und (oder) Nummer des Dokuments, Ausstellungsdatum und -ort, Amt, das dieses Dokument ausgestellt hat) sowie Gremium, für das er gewählt werden soll, und andere Angaben zu seiner Person, die in der Satzung bzw. in internen Dokumenten der Gesellschaft vorgesehen sind.

Ein Vorschlag zur Aufnahme von Fragen in die Tagesordnung der Hauptversammlung kann eine Formulierung des Beschlusses zu der jeweiligen vorgeschlagenen Frage enthalten.

In der Richtlinie zur Form von Vorschlägen und Forderungen der Aktionäre, die mit der Einberufung der Hauptversammlung verbunden sind, genehmigt durch Beschluss des Aufsichtsrates der Gesellschaft vom 11. Juli 2007 Nr. 1037, wird empfohlen, dass eine Frage zur Tagesordnung eindeutig formuliert sein und eine Möglichkeit für verschiedene Auslegungen ausschließen muss, und dass die Formulierung des Beschlusses zu einer Frage der Tagesordnung verständlich sein und es den Aktionären ermöglichen muss, bei der Abstimmung dazu Stellung zu nehmen.

Sind die Vorschläge und Forderungen auf mehreren Seiten formuliert und/oder von mehreren Aktionären aufgesetzt, ist es für eine maximal eindeutige Willenserklärung der Aktionäre hilfreich, die Seiten mit den Vorschlägen und Forderungen zusammenzuheften und zu nummerieren (Ziffer 5.3. der Richtlinie zur Form von Vorschlägen und Forderungen der Aktionäre, die mit der Einberufung der Hauptversammlung verbunden sind, genehmigt durch Beschluss des Aufsichtsrates der Gesellschaft vom 11. Juli 2007 Nr. 1037).

 

Die Abstimmung in der Hauptversammlung erfolgt bei der Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern in Form des Kumulierens.

Beim Kumulieren wird die Anzahl von Stimmen eines jeden Aktionärs mit der Anzahl von Personen, die in den Aufsichtsrat zu wählen sind, multipliziert. Dabei darf ein Aktionär die auf diese Weise erhaltenen Stimmen entweder für einen Kandidaten abgeben oder sie auf zwei bzw. mehrere Kandidaten verteilen. Es gilt, dass jene Kandidaten, die die meisten Stimmen bekommen haben, in den Aufsichtsrat gewählt worden sind.