Hauptversammlung der Gazprom

Die Hauptversammlung gilt nach Maßgaben des Föderalen Gesetzes Nr. 208-FZ „Über Aktiengesellschaften“ und Artikel 14 Ziffer 14.1. der Satzung der Gazprom als oberstes Verwaltungsgremium der Gesellschaft.

Artikel 15 Ziffer 15.1. der Satzung der Gazprom enthält Fragen, die in der Kompetenz der Hauptversammlung liegen.

Die Aktionäre dürfen nach Maßgaben des Föderalen Gesetzes „Über Aktiengesellschaften“ und der Satzung der Gazprom an der Hauptversammlung teilnehmen und über sämtliche Fragen, die in deren Kompetenz liegen, abstimmen.

Teilnahmerecht an der Hauptversammlung

An der Hauptversammlung der Gazprom dürfen alle Aktionäre teilnehmen, die auf der Liste von teilnahmeberechtigten Personen, welche aufgrund des Aktionärsregisters der Gazprom erstellt wird, angegeben sind.

Der Stichtag, zu dem die Teilnehmerliste für die Hauptversammlung erstellt wird, ist vom Aufsichtsrat der Gazprom bei der Vorbereitung auf die Hauptversammlung zu bestimmen.

Der Stichtag, zu dem die Teilnehmerliste für die Hauptversammlung zu erstellen ist, darf frühestens 10 Tage nach der Entscheidung über die Einberufung der Hauptversammlung, jedoch spätestens 50 Tage und – sofern Artikel 53 Ziffer 2 (PDF, 128 KB) des Föderalen Gesetzes „Über Aktiengesellschaften“ anwendbar ist – spätestens 80 Tage vor der Hauptversammlung bestimmt werden.

Information über die Einberufung der Hauptversammlung

Gemäß Artikel 21 Ziffer 21.1. der Satzung der Gazprom ist die Einberufung der Hauptversammlung spätestens 30 Tage vor deren Anhaltung bekanntzugeben.

Sofern die Voraussetzungen von Artikel 53 Ziffern 2 und 8 (PDF, 216 KB) des Föderalen Gesetzes „Über Aktiengesellschaften“ gegeben sind, ist die Einberufung der außerordentlichen Hauptversammlung spätestens 70 Tage vor deren Anhaltung bekanntzugeben.

Vorschläge zur Tagesordnung der Hauptversammlung

Aktionäre (ein Aktionär), die sich insgesamt im Besitz von mindestens 2 Prozent der stimmberechtigten Aktien der Gazprom befinden, dürfen Fragen zur Tagesordnung der jährlichen Hauptversammlung anmelden und Kandidaten für den Aufsichtsrat und die Revisionskommission vorschlagen, deren Anzahl nicht über die zahlenmäßige Besetzung des entsprechenden Gremiums hinausgehen darf.

Diese Vorschläge müssen der Gazprom spätestens 30 Tage nach Ablauf des Geschäftsjahres zugestellt werden.

Sollte auf der Tagesordnung der außerordentlichen Hauptversammlung die Bestellung von Aufsichtsratsmitgliedern stehen, dürfen Aktionäre bzw. ein Aktionär der Gazprom, die sich insgesamt im Besitz von mindestens 2 Prozent der stimmberechtigten Aktien befinden, Kandidaten für den Aufsichtsrat vorschlagen, deren Anzahl nicht über die zahlenmäßige Besetzung dieses Gremiums hinausgehen darf.

Diese Vorschläge müssen der Gazprom spätestens 30 Tage vor der außerordentlichen Hauptversammlung zugestellt werden.

Die Vorgehensweise bei der Aufnahme von Vorschlägen in die Tagesordnung der Hauptversammlung ist im Föderalen Gesetz „Über Aktiengesellschaften“, in der Satzung der Gazprom und im Beschluss des Aufsichtsrates der ОАО Gazprom vom 11. Juli 2007 Nr. 1037 „Über die Erfassung von Vorschlägen und Forderungen von Aktionären, die mit der Einberufung der Hauptversammlung der ОАО Gazprom verbunden sind“ geregelt.

Verfahren für die Abhaltung von Hauptversammlungen

Im Föderalen Gesetz „Über Aktiengesellschaften“ sind zwei Verfahrensweisen für die Abhaltung von Hauptversammlungen vorgesehen:

  • Präsenzversammlung (gemeinsame Anwesenheit von Aktionären, um Fragen, die auf der Tagesordnung stehen, zu besprechen und Beschlüsse zu fassen, über die abzustimmen ist);
  • Briefwahl (ohne dass eine Versammlung abgehalten wird).

Im Briefverfahren darf keine Hauptversammlung abgehalten werden, sofern auf deren Tagesordnung folgende Fragen stehen:

  • Wahl des Direktorenrates (Aufsichtsrates) der Gesellschaft;
  • Wahl der Revisionskommission (des Revisors) der Gesellschaft;
  • Genehmigung des Wirtschaftsprüfers der Gesellschaft;
  • Genehmigung des Jahresberichts und der buchhalterischen Jahresabrechnungen (des Finanzberichts) der Gesellschaft.

Abstimmungsverfahren in der Hauptversammlung

Das Abstimmungsverfahren in der Hauptversammlung richtet sich nach dem Föderalen Gesetz „Über Aktiengesellschaften“ und nach der Satzung der Gesellschaft.

Beschlüsse der Hauptversammlung zu Fragen, über die abzustimmen ist, werden mit einer Stimmenmehrheit der Besitzer von stimmberechtigten Aktien, die an der Hauptversammlung teilnehmen, gefasst, sofern für die Beschlussfassung keine abweichenden Regelungen im Föderalen Gesetzes „Über Aktiengesellschaften“ vorgesehen sind.

Beschlüsse zu Fragen, die in  Artikel 48 Ziffer 1 (PDF, 28 KB) Unterpunkte 2, 6 und 14 bis 19 des Föderalen Gesetzes „Über Aktiengesellschaften“ benannt sind, werden in der Hauptversammlung nur auf Vorschlag des Aufsichtsrates der Gesellschaft gefasst, sofern in der Satzung der Gesellschaft nicht abweichend geregelt (die Satzung der Gazprom enthält keine abweichende Regelung).

Beschlüsse zu Fragen, die in  Artikel 48 Ziffer 1 (PDF, 28 KB) Unterpunkte 1 bis 3, 5, 17 und 19.2 des Föderalen Gesetzes „Über Aktiengesellschaften“ benannt sind, werden, sofern im Föderalen Gesetz „Über Aktiengesellschaften“ nicht abweichend geregelt, in der Hauptversammlung mit einer Dreiviertel-Mehrheit der Besitzer von stimmberechtigten Aktien, die an der Hauptversammlung teilnehmen, gefasst.

Der Beschluss über die Genehmigung eines Großgeschäfts, das Vermögen im Wert von mehr als 50 Prozent vom Bilanzwert des Gesellschaftsvermögens zum Gegenstand hat, wird in der Hauptversammlung mit einer Dreiviertel-Mehrheit der Besitzer von stimmberechtigten Aktien, die an der Hauptversammlung teilnehmen, gefasst ( Artikel 79 (PDF, 27 KB) des Föderalen Gesetzes „Über Aktiengesellschaften“).

Der Beschluss über die Genehmigung eines Geschäfts mit verbundenen Personen wird in der Hauptversammlung, sofern in  Artikel 83 Ziffer 4 (PDF, 30 KB) des Föderalen Gesetzes „Über Aktiengesellschaften“ zutreffend geregelt, mit einer Dreiviertel-Mehrheit der Besitzer von stimmberechtigten Aktien, die an diesem Geschäft nicht beteiligt sind, gefasst.

Der Beschluss zur Frage, die in  Artikel 92.1 Ziffer 1 (PDF, 22 KB) des Föderalen Gesetzes „Über Aktiengesellschaften“ erwähnt ist, wird in der Hauptversammlung einer öffentlichen Aktiengesellschaft mit einer Stimmenmehrheit von 95 Prozent aller Besitzer von stimmberechtigten Aktien sämtlicher Gattungen (Arten), gefasst.