Nord Stream 2

Relevanz

Nord Stream 2 ist eine neue Exportpipeline aus Russland nach Europa über den Boden der Ostsee.

Die Entscheidung über den Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 basiert auf den positiven Erfahrungen beim Bau und Betrieb der Pipeline Nord Stream. Die neue Gaspipeline wird, ebenso wie die bereits funktionierende Rohrleitung, Gazprom direkt mit europäischen Verbrauchern verbinden und hohe Sicherheit russischer Gaslieferungen nach Europa gewährleisten.

Dies ist angesichts der sinkenden Gasförderung in Europa und des wachsenden Importbedarfs besonders relevant.

Projektgesellschaft

Das Projekt Nord Stream 2 wird durch die Projektgesellschaft Nord Stream 2 AG umgesetzt. Alleiniger Aktionär der Projektgesellschaft ist Gazprom.

Route

Der Ostseeabschnitt von Nord Stream 2 beginnt im Raum Ust-Luga, Verwaltungsgebiet Leningrad und verläuft über den Boden der Ostsee bis zur deutschen Küste nahe der Stadt Greifswald unweit des Endpunktes des maritimen Abschnitts der Pipeline Nord Stream.

Die Route ist mehr als 1.200 Kilometer lang.

Die Routen der Gaspipelines Nord Stream und Nord Stream 2

Die Routen der Gaspipelines Nord Stream und Nord Stream 2

Kapazität

Die beiden Stränge der Pipeline Nord Stream 2 werden eine summarische Jahreskapazität von 55 Milliarden Kubikmetern Gas haben. Somit beläuft sich die summarische projektierte Kapazität von Nord Stream und Nord Stream 2 auf 110 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr.

Dauer der Umsetzung

Nord Stream 2 soll bis Ende 2019 anlaufen.

Aus der Geschichte des Projekts

Im Oktober 2012 prüften die Aktionäre des Projekts Nord Stream die vorläufigen Ergebnisse der technischen und wirtschaftlichen Studie für den Bau eines dritten und vierten Strangs der Pipeline und kamen zu dem Schluss, dass deren Bau wirtschaftlich sinnvoll und technisch machbar sei. Später erhielt das Projekt für den Bau eines dritten und vierten Pipelinestrangs den Namen Nord Stream 2.

Im April 2017 unterzeichnete Nord Stream 2 AG Finanzierungsvereinbarungen zum Projekt der Pipeline Nord Stream 2 mit den Konzernen ENGIE, OMV, Royal Dutch Shell, Uniper und Wintershall. Fünf europäische Unternehmen werden eine langfristige Finanzierung in Höhe von 50 Prozent vom Gesamtwert des Projekts übernehmen.

Maarten Wetselaar, Klaus Schäfer, Mario Mehren, Alexey Miller, Gerhard Schröder, Isabelle Kocher, Gerard Mestrallet, Rainer Seele und Matthias Warnig nach der Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung zum Projekt der Pipeline Nord Stream 2 am 24. April 2017

Maarten Wetselaar, Klaus Schäfer, Mario Mehren, Alexey Miller, Gerhard Schröder, Isabelle Kocher, Gerard Mestrallet, Rainer Seele und Matthias Warnig nach der Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung zum Projekt der Pipeline Nord Stream 2 am 24. April 2017

Umweltschutz

Beim Bau von Nord Stream 2 kommen Verfahren zur Anwendung, die bereits beim Bau von Nord Stream perfektioniert wurden. Die Erfahrung der Nord Stream AG, die die Pipeline Nord Stream baute und betreibt, wird gestatten, das Projekt Nord Stream 2 im Einklang mit höchsten Umweltstandards umzusetzen.