Die Umwelt ist uns wichtig

Die Ursachen für die globale Erwärmung und den damit einhergehenden Klimawandel werden in erster Linie darin gesehen, dass Treibhausgase, insbesondere Kohlendioxid, vermehrt in die Atmosphäre gelangen. Der Hauptanteil der CO2 - Emissionen entfällt dabei auf den Energiesektor. Um die Kohlendioxidbelastung der Atmosphäre reduzieren zu können, muss nicht nur der Energieverbrauch insgesamt gesenkt, sondern auch auf einen anderen Hauptenergieträger umgestiegen werden.

Unterirdisches Gaslager in Deutschland

Unterirdisches Gaslager in Deutschland

Bislang waren auf dem globalen Energiemarkt Erdöl und Kohle als Energieträger vorherrschend. Obwohl bei deren Verbrennung große Mengen an klimaschädlichem Kohlendioxid entstehen, beträgt ihr Anteil am weltweiten Energieverbrauch insgesamt ca. 67 Prozent.

Dahingegen fällt bei der Verbrennung von Erdgas erheblich weniger CO2 an, und zwar 50 Prozent weniger als bei Kohle und 25 Prozent weniger als bei Erdöl. Somit ist Erdgas als Brennstoff wesentlich umweltfreundlicher. Zudem entstehen weit weniger andere chemische Schadstoffe, wie beispielsweise Schwefeldioxid.

Verstromung von Erdgas

Der Anteil von Erdgas am weltweiten Energieverbrauch liegt derzeit bei lediglich insgesamt 23 Prozent. Zugleich ist jedoch in zahlreiche Studien nachgewiesen worden, dass Erdgas ab 2015, global gesehen, zunehmend Verwendung finden wird. Insbesondere wird es mehr Erdgaskraftwerke geben. Diese bieten im Vergleich zu Kern- bzw. Kohlekraftwerken große technische Vorteile. Dadurch, dass sie schnell hochgefahren werden können, kann auf Energieverbrauchsänderungen sofort reagiert werden. Spitzenlasten lassen sich so effizient ausgleichen. Dauert das Anfahren eines Gaskraftwerks zwischen 12 und 37 Minuten, so werden bei einem Kohlekraftwerk dafür zwischen 40 Minuten und 4 Stunden benötigt.

Erdgas als Kraftstoff

Die Verwendung von Erdgas als Kraftstoff trägt ebenfalls erheblich zur Reduzierung von Kohlendioxid bei. Allerdings sind Erdgasfahrzeuge in Europa gegenwärtig noch nicht so weit verbreitet. Lediglich 9 Prozent aller weltweit betriebenen Erdgasautos fahren hier. Die meisten Erdgasfahrzeuge gibt es in Italien, und zwar 585.000 Stück bzw. über 65 Prozent sämtlicher in Europa laufenden Erdgasautos. In Deutschland und Russland werden jeweils lediglich etwa 85.000 Fahrzeuge mit Erdgas betrieben. In Deutschland ist geplant, die Zahl der Erdgasfahrzeuge bis 2020 zu versiebenfachen. Auch in Russland liegt das Wachstumspotential etwa in dieser Größenordnung.

Erdgasfahrzeuge produzieren ca. 25 Prozent weniger Kohlendioxid als Kraftfahrzeuge mit Benzinmotoren. Vorteilhaft ist Erdgas als Kraftstoff jedoch nicht nur wegen geringerer CO2 - Emissionen. Ein wesentlicher Vorzug dieser Kraftstoffart ist der, dass der Ausstoß von Feinstaub und Stickoxiden lediglich minimal ist. Beim Betrieb von Erdgasfahrzeugen entstehen 99 Prozent weniger Feinstaub als bei Dieselfahrzeugen. Gerade die Feinstaubreduzierung hat direkte Auswirkungen auf die Luftqualität, was insbesondere in den dicht besiedelten Städten stets ein Thema ist.

Sorge um die Zukunft

In den entwickelten Ländern wird der Bedarf an Erdgas in absehbarer Zeit weiter steigen, weil damit Millionen Liter Treibstoff auf Erdölbasis eingespart werden können. Zugleich ist dies ein Wandel hin zu einer verlässlicheren und wirtschaftlicheren Energieversorgung. Bei all den Vorteilen dürfen wir jedoch nicht vergessen, heute schon an morgen zu denken. Mit den nicht erneuerbaren natürlichen Ressourcen muss schonend umgegangen und verstärkt auf Energieträger gesetzt werden, die am wenigsten Schadstoffe produzieren - wie beispielsweise Erdgas.