Grundsätze der Beschaffungspolitik

Bei der PAO Gazprom und deren Tochtergesellschaften wurde ein effektives vertikal integriertes Beschaffungssystem aufgebaut.

Das Beschaffungssystem beruht auf folgenden Grundsätzen:

  • Informationsoffenheit;
  • Transparenz;
  • Gleichberechtigung;
  • Entwicklung einer fairen Konkurrenz;
  • Erweiterung und Vereinfachung des Teilnehmerzugangs zu Beschaffungen der Gazprom.

Ziele des Beschaffungssystems: maximal effizienter Verbrauch von Finanzressourcen, rechtzeitige und vollständige Deckung des Bedarfs an Waren, Arbeiten und Dienstleistungen zu Preis-, Qualitäts- und Sicherheitskonditionen, die für die Sicherheit gefährlicher Betriebsobjekte erforderlich sind.

Grundlegende rechtliche Regelungen für die Beschaffungstätigkeit der PAO Gazprom und deren Tochtergesellschaften:

  • Föderales Gesetz vom 18. Juli 2011 Nr. 223-FZ „Über die Beschaffung von Waren, Arbeiten und Dienstleistungen durch einzelne Arten juristischer Personen“;
  • Geschäftsordnung über die Beschaffung von Waren, Arbeiten und Dienstleistungen durch die ОАО Gazprom und Unternehmen der Gazprom-Gruppe, genehmigt durch Beschluss des Aufsichtsrates der PAO Gazprom vom 28. Juli 2015 Nr. 2579.

Die Regelungen für die Beschaffung sind im einheitlichen Informationssystem im Bereich der Beschaffungen von Waren, Arbeiten und Dienstleistungen für den staatlichen und kommunalen Bedarf (www.zakupki.gov.ru) und auf der Website der Gazprom geschaltet.

Informationen über Beschaffungen, einschließlich Beschaffungspläne, Mitteilungen, Protokolle etc., werden im einheitlichen Informationssystem und auf der Website der Gazprom veröffentlicht und sind einem unbeschränkten Personenkreis zugänglich.

Beschaffungen, die über Ausschreibungen erfolgen, werden meistens in elektronischer Form, hauptsächlich an der elektronischen Handelsplattform der Gazprombank (Rubrik „Beschaffungen von Unternehmen der Gazprom-Gruppe“) durchgeführt.

Um ein Netzwerk qualifizierter Lieferanten (Nachunternehmer und Auftragnehmer) für die wichtigsten und am weitesten verbreiteten Geschäftstätigkeiten aufzubauen, für die Erfahrungen, materielle Ressourcen, Produktions- und Personalpotenzial vonnöten sind, werden offene Vorqualifizierungen vorgenommen.

Um das Wettbewerbsniveau zu steigern, werden für die Beteiligung an Beschaffungen der Gazprom potenzielle Lieferanten, Nachunternehmer und Auftragnehmer eingeladen.

Um eine effiziente Beschaffungstätigkeit sicherzustellen, werden sämtliche verfügbare Instrumente für die Optimierung des Eröffnungspreises vor Bekanntgabe der Beschaffung verwendet (Normwerte für Vorkostenanschläge, bestehende Vertragspreise, hochgerechnete Einheitswerte, Analyse der Marktkonjunktur). Dabei kommen alle gesetzeskonformen Verfahren zum Einsatz, um den Preis im Beschaffungsverfahren herabzusetzen, unter anderem eine Verlängerung der Fristen für Gebote, um mehr Teilnehmer zu akquirieren und Bieterpreise auszuhandeln.

Der Vorkostenausschuss der PAO Gazprom kontrolliert Beschaffungen, die bei einem einzigen Lieferanten (Nachunternehmer und Auftragnehmer) getätigt werden. Er analysiert das Verfahren zur vertraglichen Preisbildung und –begründung.

Die Gazprom trifft komplexe Maßnahmen, um Regierungsbeschlüsse der Russischen Föderation, die im Rahmen der Staatspolitik zur Entwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen ergangen sind, zu erfüllen, und erweitert den Zugang kleiner und mittlerer Unternehmen zu Beschaffungen des Konzerns.

Sämtliche Beschaffungen dienen letztendlich dazu, eine reibungslose Tätigkeit der Gesellschaften der Gazprom-Gruppe zu gewährleisten. Deshalb gilt das Geschäftsergebnis der PAO Gazprom – zuverlässige Gaslieferungen, Inbetriebnahme von Kapazitäten im In- und Ausland, erfolgreiche Umsetzung von Investitionsprojekten und Programmen, das heißt die Gewährleistung der Energiesicherheit im Land – als grundsätzliches Kriterium und Zeichen für die hohe Effizienz des bestehenden Beschaffungssystems.