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Gazprom Germania nahm im Rostocker Hafen die erste LNG-Bebunkerung vor

2. März 2016, 16:10 Uhr

Gazprom Germania, eine Tochtergesellschaft der Gazprom Export, hat im Seehafen Rostock, Deutschland, erstmals ein Schiff mit Flüssigerdgas (LNG) bebunkert.

Am frühen Morgen, 27. Februar 2016, fand die erste Bebunkerung eines Schiffes mit LNG in dem größten deutschen Ostseehafen Rostock, zum ersten Mal überhaupt im südlichen Ostseeraum, statt. Der Zementfrachter M.V. Greenland, der mit LNG bebunkert wurde, gehört der norwegischen Reederei KGJ Cement AS an. Erdgas wurde nach Rostock via Tankwagen transportiert.

Gazprom Germania nahm im Rostocker Hafen die erste LNG-Bebunkerung vor

Bebunkerung von dem Zementfrachter M.V. Greenland

„Wir sind überzeugt, dass LNG ein hohes Potenzial im maritimen Sektor hat. Tausende Tonnen von Schweröl könnten jährlich durch umweltfreundliches Erdgas ersetzt werden. Einen ersten wichtigen Schritt haben wir jetzt in Rostock unternommen. Die Bebunkerung hat gezeigt, dass der Einsatz von LNG als Kraftstoff im Schifffahrtsverkehr bereits heute Realität ist“, betont Timo Vehrs, Direktor Geschäftsentwicklung der Gazprom Germania.

„Wir begrüßen die neue Entwicklung im Hafen Rostock sehr und sind sicher, dass sich unter anderem mit dem Angebot alternativer Bunkerstoffe wie Erdgas die Wettbewerbsfähigkeit des Rostocker Hafens steigern lässt und mehr umweltfreundliche Schiffe den Hafen anlaufen“, sagt Jens Aurel Scharner, Geschäftsführer des Rostocker Hafens.

Das Thema LNG wird für die Reedereien im Nord- und Ostseeraum immer wichtiger. Denn seit Januar 2015 gelten dort strengere Umweltauflagen für die Schifffahrt.

Gemäß den neuen Vorschriften dürfen die Schiffe nur noch 0,1 Prozent Schwefel statt wie bisher 1 Prozent emittieren. Vor diesem Hintergrund unterzeichnete die Gazprom Gruppe mit dem Rostocker Hafen bereits 2014 eine Absichtserklärung für die Zusammenarbeit auf dem Flüssigerdgasmarkt. Schwerpunkte der Kooperation sind Entwicklung, Einsatz und Vermarktung von LNG im Straßen- und Schifffahrtsverkehr in Mecklenburg-Vorpommern.