Erstes Fundament für das Gasverarbeitungswerk Amur gelegt

PRESSEMITTEILUNG

Heute fand im Verwaltungsbezirk Swobodny des Verwaltungsgebiets Amur die feierliche Zeremonie anlässlich der ersten Fundamentlegung für das Gasverarbeitungswerk Amur statt.

An der Veranstaltung nahmen Präsident der Russischen Föderation, Vladimir Putin, und Vorstandsvorsitzender der PAO Gazprom, Alexey Miller, teil.

Das Gasverarbeitungswerk Amur ist von grundsätzlicher Bedeutung für die Umsetzung von Projekten des Östlichen Gasprogramms. Das Mehrkomponentengas aus den Lagerstätten der Gasförderungszentren Jakutien und Irkutsk, die von Gazprom gebildet werden, soll durch die Gaspipeline Power of Siberia in dieses Gasverarbeitungswerk geleitet werden. Aufgabe des Betriebes ist es, aus dem Gas hochwertige Elemente, vor allem Ethan und Helium, für die Gaschemie und andere Industriezweige zu gewinnen. Ferner wird das aufbereitete Gas nach China exportiert.

Bislang erfolgte die ingenieurtechnische Vorbereitung des Geländes mit einer Fläche von 850 Hektar für das künftige Werk. Das Lebensversorgungssystem für die Bauarbeiten wurde geschaffen. Mit der Fundamentlegung leitete Gazprom die Hauptphase der Projektumsetzung ein: die Errichtung von maßgeblichen Produktionsobjekten für die Gasverarbeitung.

Im Gasverarbeitungswerk Amur werden sechs technologische Fertigungsstrecken mit einer Leistung von 7 Milliarden Kubikmetern jährlich errichtet, die jeweils einen unabhängigen Gasverarbeitungskomplex darstellen werden. Im Rahmen der ersten Ausbaustufe werden zwei technologische Fertigungslinien in Betrieb genommen, anschließend kommen vier weitere Produktionsstrecken hinzu. Das Gasverarbeitungswerk wird somit eine Sollleistung von 42 Milliarden Kubikmetern jährlich erreichen. Mit dieser Kennzahl wird das Werk in Russland zu den größten und weltweit zu den leistungsstärksten Betrieben gehören. Das Gasverarbeitungswerk Amur wird auch zum weltweiten Spitzenreiter in Bezug auf die Heliumproduktion – bis zu 60 Millionen Kubikmeter jährlich.

Alexey Miller und Präsident der Russischen Föderation, Vladimir Putin, nahmen an der feierlichen Zeremonie teil anlässlich der Fundamentlegung  für das Gasverarbeitungswerk Amur. Foto: RIA Novosti
Alexey Miller und Präsident der Russischen Föderation, Vladimir Putin, nahmen an der feierlichen Zeremonie teil anlässlich der Fundamentlegung  für das Gasverarbeitungswerk Amur. Foto: RIA Novosti

Alexey Miller und Vladimir Putin. Foto: RIA Novosti

„In knapp zwei Jahren wurde der Nullzyklus der Bauarbeiten für das Gasverarbeitungswerk Amur, den größten Hightech-Betrieb für die Gasaufbereitung im Land, erfolgreich durchlaufen. Heute beginnt die nächste wichtige und verantwortungsvolle Arbeitsphase. Das erste Fundament wurde gelegt, sehr bald beginnen Montagearbeiten für die technologischen Anlagen, die das Herzstück des künftigen Werkes bilden werden“, sagte Alexey Miller.

Hintergrundinformation

Der Bau des Gasverarbeitungswerks Amur startete im Oktober 2015.

Investor und Auftraggeber des Bauprojekts für das Gasverarbeitungswerk Amur ist Gazprom Pererabotka Blagoveshchensk (Unternehmen der Gazprom-Gruppe). Die Bauarbeiten leitet NIPIGAZ, das führende russische Zentrum für Verwaltung von Planungsarbeiten, Lieferungen, Logistik und Bauarbeiten (gehört der SIBUR-Gruppe an).

An der Umsetzung dieses Projekts wirken mehr als 1.500 Planer, mehr als 1.000 Lieferanten von Ausrüstung und über 500 Nachunternehmen mit. Zur Spitzenzeit werden auf der Baustelle des Gasverarbeitungswerks insgesamt mehr als 20.000 Menschen eingesetzt sein. Im Betrieb selbst werden rund 3.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Derzeit wird die begleitende Infrastruktur des Betriebs weiterhin errichtet. Sie wird während der Bauarbeiten und der Betriebszeit dieses Werks genutzt: Zufahrtstraßen, Anlegestelle am Seja-Fluss, Eisenbahnobjekte, provisorische Bauten und Anlagen, einschließlich Siedlung für dar Schichtpersonal beim Bau.

Im Rahmen dieses Projekts wird in der Stadt Swobodny ein Wohnviertel für 5.000 Einwohner gebaut, um den Bedarf von Mitarbeitern des künftigen Betriebes zu decken. Es entstehen unter anderem Mehrfamilienhäuser, eine Poliklinik, ein Kindergarten, eine Schule und ein Sportkomplex.

 

Weitere Artikel zum Thema