Strategie im Bereich der unterirdischen Gasspeicherung: weitere Steigerung der Sicherheit und der Flexibilität der Gaslieferungen

PRESSEMITTEILUNG

Der Aufsichtsrat der PAO Gazprom billigte die im Konzern geleistete Arbeit zur Entwicklung der Kapazitäten für unterirdische Gasspeicherung in Russland und im Ausland.

Betriebene und zukünftige Anlagen für die unterirdische Gasspeicherung der Gazprom in Russland
Betriebene und zukünftige Anlagen für die unterirdische Gasspeicherung der Gazprom in Russland

Betriebene und zukünftige Anlagen für die unterirdische Gasspeicherung der Gazprom in Russland

Es wurde festgestellt, dass eigene Kapazitäten für unterirdische Gasspeicherung von Gazprom in Russland und im Ausland zur Sicherung der zuverlässigen Gaslieferungen an Kunden, insbesondere bei großer Nachfrage in der Wintersaison beitragen.

In Russland betreibt Gazprom ein Netz aus 22 Untergrundspeichern mit operativer Gasreserve von über 72 Milliarden Kubikmetern und potentieller täglicher Höchstleistung zu Beginn der Ausspeicherungssaison 2017/2018 von 805,3 Millionen Kubikmetern. Die erreichte hohe Entwicklungsebene der unterirdischen Gasspeicherung sichert ungefähr ein Drittel der täglichen Gaslieferungen von Gazprom in der Herbst- und Winterzeit.

UGS Sewero-Stawropolskoje
UGS Sewero-Stawropolskoje

UGS Sewero-Stawropolskoje

Vorrangige Aufgaben des Konzerns im Bereich der Entwicklung von einheimischen Untergrundgasspeichern sind Optimierung des Betriebs von unterirdischen Gasspeicherungs- und Produktionsanlagen, Erhöhung der Effizienz und der Flexibilität des Gasspeichernetzes sowie dessen weiterer Ausbau. Dazu arbeitet Gazprom insbesondere an Schaffung von Gasspeichern zur Deckung des Spitzenbedarfs, die eine hohe Leistung bei relativ kleinen Gasmengen aufweisen. Es geht um Erweiterung des UGS Kaliningradskoje, um Bau des UGS Wolgogradskoje und um Projektierung des UGS Nowomoskowskoje.

Gazprom führt Erschließungsarbeiten zur Schaffung der Gasspeicher in den Regionen, wo bestehende Kapazitäten nicht ausreichen oder fehlen. Im Föderationskreis Nordwestrussland werden die Erschließungsarbeiten entlang der Gasleitungen von Uchta bis Torschok sowie in Richtung Archangelsk, im Föderationskreis Sibirien von Omsk bis Tomsk und im Föderationskreis Ferner Osten entlang der Gaspipeline Power of Siberia geführt.

Zur Steigerung der Flexibilität von ausländischen Gaslieferungen strebt Gazprom nach Arbeitsgaskapazität der Gasspeicher im Ausland von mindestens fünf Prozent vom jährlichen Exportumfang.

Zurzeit nutzt die Gazprom-Gruppe Kapazitäten folgender Gasspeicher: Haidach (Österreich), Rehden, Katharina, Jemgum und Etzel (Deutschland), Bergermeer (Niderlande), Banatski Dvor (Serbien), Damborice (Tschechien). Darüber hinaus mietet der Konzern in der laufenden Herbst- und Wintersaison zusätzliche Kapazitäten zur Gasspeicherung in Europa, um die Sicherheit der Gasversorgung von europäischen Verbrauchern zu steigern.

Unter Berücksichtigung des Exportwachstums des russischen Gases in europäische Länder sowie des Beginns der Gaslieferungen nach China wird der Konzern 2019 die bestehenden Gasspeicherkapazitäten im Ausland ausbauen und neue schaffen. So wird die Arbeit zum Ausbau des UGS Banatski Dvor in Serbien geführt. Die Möglichkeiten zum Bau von Untergrundspeichern in China werden geprüft.

Im nahen Ausland ist schrittweise Leistungssteigerung von UGS der Gazprom in Armenien und Belarus geplant. Ein Maßnahmenplan zur Zusammenarbeit zwischen Gazprom und Uzbekneftegaz im Bereich Ausbau von UGS in Usbekistan wurde vorbereitet.

Der Aufsichtsrat beauftragte den Vorstand damit, die Arbeiten an der Entwicklung der unterirdischen Gasspeicherkapazitäten in Russland und im Ausland fortzuführen.

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