Gazprom leistet komplexe Arbeit auf dem Gebiet der Importsubstitution

PRESSEMITTEILUNG

Der Aufsichtsrat der PAO Gazprom nahm Informationen über Anreize für die Einführung russischer Anlagen und Technologien in die Produktionstätigkeit der Gazprom-Gruppe zur Kenntnis.

Festgestellt wurde, dass der Konzern seit Jahren die Anschaffung ausländischer Anlagen und Technologien zugunsten einheimischer Produkte kontinuierlich kürzt. Laut Jahresergebnissen 2017 betrug der Anteil russischer Materialien und Ausrüstungen an Gazprom-Anschaffungen 99,4 Prozent, während Rohre und Verbindungselemente einen Anteil von 100 Prozent haben.

Gazprom leistet komplexe Arbeit auf dem Gebiet der Importsubstitution
Gazprom leistet komplexe Arbeit auf dem Gebiet der Importsubstitution

Foto: Pipe Metallurgical Company (TMK)

Die hohen Anforderungen, die Gazprom an die Qualität der angeschafften Produkte stellt, tragen zur Entwicklung der russischen Wissenschaft bei. Außerdem führen einheimische Hersteller hochmoderne Technologien und technische Lösungen ein und werden mehrere Industriezweige technisch umgerüstet.

Die Tätigkeit im Bereich Importsubstitution wird in mehreren Kerngeschäftsfeldern ausgeübt. So entwickelt Gazprom seit 2013 das Industriepotential russischer Regionen. Heute bestehen zwischen dem Konzern und 21 Regionen der Russischen Föderation Roadmaps, aufgrund derer Gazprom den Einsatz von Hightech-Produkten regionaler Unternehmen erweitert. Die gemeinsame Tätigkeit schafft Anreize für die Entwicklung des wissenschaftlich-technischen und industriellen Potentials russischer Lieferanten und für die Herstellung von Hightech-Produkten für den Gazprom-Bedarf.

Mit den drei aktivsten Regionen – der Verwaltungsregion Perm sowie den Verwaltungsgebieten Woronesch und Tomsk – werden die Roadmaps im dreiseitigen Format, unter Beteiligung des Ministeriums für Industrie und Handel der Russischen Föderation umgesetzt. Die Roadmaps umfassen 15 Projekte, die marktführende regionale Betriebe im Interesse der Gazprom implementieren. Es geht unter anderem um die Entwicklung importsubstituierender Ausrüstung für die Unterwasserförderung sowie für Instandsetzungsarbeiten an Bohrungen und Gaspipelines.

Als weiteres effizientes Instrument der Zusammenarbeit zwischen Gazprom und einheimischen Herstellern gelten langfristige Verträge zur Serienfertigung, Lieferung und Wartung importsubstituierender Produkte gegen garantierte Liefermengen im Laufe der nächsten Jahre. Dank diesem Kooperationsmodell wird Gazprom mit hochwertigen Waren aus russischer Produktion zu wettbewerbsfähigen Preisen versorgt, während die Lieferanten übersichtliche Auftragsmengen erhalten. Derzeit gelten derartige Verträge unter anderem mit TMK, Tomsk Machine-Building Technologies und Salavat Catalyst Plant.

Gazprom setzt aktiv Innovationen ein und beteiligt sich an deren Entwicklung. Der Konzern investiert jährlich erhebliche Gelder in Forschungs- und Entwicklungsarbeiten (FuE) sowie in Vorinvestitionsstudien. Im wissenschaftlich-technischen Bereich kooperiert der Konzern aktiv mit unternehmenseigenen und externen wissenschaftlichen Institutionen, russischen Hochschulen und Unternehmen aus verwandten Branchen.

Die Herstellung und Einführung russischer Anlagen und Technologien erfordert eine Vervollkommnung nationaler und unternehmensinterner technischer Normen, die auf die Importsubstitution in produktions- und verfahrenstechnischen Prozessen abzielen. Der Konzern wirkt in diesem Bereich mit Regierungsbehörden zusammen und nutzt das freiwillige Zertifizierungssystem INTERGAZCERT.

Die Gazprom-Politik auf dem Gebiet der Importsubstitution trägt zur Lokalisierung der Produktion ausländischer Anlagen in Russland bei. Dank der engen Zusammenarbeit zwischen Gazprom, der Linde AG und der Aktiengesellschaft Power Machines in Sankt Petersburg wurde auf diese Weise die Produktion eines spiralgewickelten Wärmeaustauschers für Erdgasverflüssigungs- und Erdgasaufbereitungsanlagen aufgenommen. Am 20. Juli 2018 fanden Feierlichkeiten anlässlich der Lieferung des ersten spiralgewickelten Wärmeaustauschers statt, der für das Gasverarbeitungswerk Amur bestimmt ist.

Hintergrundinformation

Das System INTERGAZCERT wurde von Gazprom auf der Grundlage weltweit bester Praktiken entwickelt. Es dient dazu, die Konformität von Produkten, Arbeiten, Dienstleistungen und Managementsystemen mit Anforderungen internationaler, nationaler Normen und Standards der PАО Gazprom zu bestätigen. Der Tätigkeitsbereich des Systems umfasst zahlreiche gleichartige Produktgruppen – von Erdgas und Erdöl bis hin zu einer weitgefächerten Produktpalette in den Bereichen Maschinenbau für die Öl- und Gasindustrie, Automatisierungssysteme und Software. Für jede dieser Gruppen gelten eigenständige komplexe Standards und wurden spezielle Zertifizierungsregelungen und –verfahren festgelegt.

 

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