Umsetzung eines Großprojekts zur Verarbeitung und Verflüssigung von Erdgas in der Umgebung von Ust-Luga wurde beschlossen

PRESSEMITTEILUNG

Heute haben die PAO Gazprom und die Aktiengesellschaft RusGazDobycha die Entscheidung über die endgültige Konfiguration des Projekts zur Errichtung eines großen Industriekomplexes für die Verarbeitung von ethanhaltigem Gas und für die Herstellung von verflüssigtem Erdgas (LNG) in der Umgebung von Ust-Luga (Verwaltungsgebiet Leningrad) getroffen. Somit sind die Parteien zur Umsetzungsphase dieses Projekts übergegangen.

Das Projekt setzt die Errichtung von Kapazitäten für die Verarbeitung von 45 Milliarden Kubikmetern Gas, die Herstellung und Verladung von 13 Millionen Tonnen LNG, bis zu 4 Millionen Tonnen Ethan und über 2,2 Millionen Tonnen Flüssiggas (LPG) voraus. Als Rohstoff für den Betrieb wird ethanhaltiges Erdgas dienen, dass Gazprom aus den Achimov- und Valangin-Formationen in der Region Nadym-Pur-Tas fördert. Das nach der Aufbereitung verbliebene Erdgas (ca. 20 Milliarden Kubikmeter) wird in das Gastransportsystem der Gazprom eingeleitet.

Umsetzung eines Großprojekts zur Verarbeitung und Verflüssigung von Erdgas in der Umgebung von Ust-Luga wurde beschlossen
Umsetzung eines Großprojekts zur Verarbeitung und Verflüssigung von Erdgas in der Umgebung von Ust-Luga wurde beschlossen

Hafen Ust-Luga. Foto: Unternehmen Ust-Luga

Die Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des Industriekomplexes ist in der zweiten Jahreshälfte 2023 geplant. Die zweite Ausbaustufe soll bis Ende 2024 in Betrieb genommen werden. Das Projekt wird von dem Fachunternehmen RusKhimAlyans betrieben, das Gazprom und RusGazDobycha auf paritätischer Grundlage statuiert haben.

Zu den vorrangigen Aufgaben des Betreibers gehören die Vorbereitung von Planungs- und Werkunterlagen und der Beginn von Feldmessungen auf dem gepachteten Gelände des künftigen Betriebs im Südteil des Hafens Ust-Luga (1.400 Hektar). Außerdem sollen das Vertragsmodell zum Projekt aufgestellt, ЕРС-Auftragnehmer gewählt und Aufträge für Ausrüstung, die in einem längeren Produktionszyklus gefertigt wird, vergeben werden.

Die gewählte technische Projektkonfiguration wird es ermöglichen, den Wirtschaftseffekt für die Beteiligten zu maximieren. In erster Linie erfolgt dies aufgrund einer Integration von Kapazitäten an einem einheitlichen Produktionsstandort, einer Optimierung der Industrie- und Logistikinfrastruktur des Betriebs und der Nutzung eines gemeinsamen Seeterminals für die Verschiffung von Frachten. Die Erlöse des Betriebs werden auf mehr als 4 Milliarden US-Dollar jährlich geschätzt. Dabei sind Investitionen in die Umsetzung dieses Projekts in Höhe von mehr als 700 Milliarden Rubeln beabsichtigt.

Die Umsetzung dieses umfassenden Projekts ist für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Landes von großer Bedeutung. Zu Spitzenzeiten werden über 25.000 Fachkräfte für Bauarbeiten an diesem Industriekomplex eingesetzt. In der Betriebsphase sollen über 5.000 feste Arbeitsplätze geschaffen werden.

Die Inbetriebnahme der Produktionsstätte wird es ermöglichen, russische LNG-Exporte sowie LPG-Exporte (um 30 bis 40 Prozent) hochzufahren. Die Herstellung von Ethan, das in der heimischen Industrie gefragt ist, wird erheblich zunehmen. Das im Betrieb hergestellte Ethan soll an den zukünftigen Gaschemiekomplex geliefert werden. In dessen Errichtung wird RusGazDobycha (Fachunternehmen Baltic Chemical Complex) selbständig investieren. Im Gaschemiekomplex werden über 3 Millionen Tonnen Polymere jährlich produziert.

„Heute startete die Umsetzung eines großangelegten Projekts, das in Russland nicht seinesgleichen hat. Wir werden in kürzester Zeit den landesweit leistungsstärksten Betrieb für Gasverarbeitung und –verflüssigung bauen. Mit Blick auf diesen technologisch vernetzten Gaschemiebetrieb sprechen wir von der Errichtung eines großen modernen Industrieclusters im Nordwesten Russlands.

Die heute getroffene Entscheidung bedeutet die praktische Umsetzung eines neuen Wirtschaftsmodells für die umfassende Monetisierung von Kohlenwasserstoffen. Die Bündelung der LNG- und Ethan-Herstellung in einer Produktionsstätte trägt zur Verbesserung der Wirtschaft und spezifischer Projektdaten erheblich bei und ermöglicht es, Ressourcen- und Preisrisiken wesentlich zu reduzieren“, sagte Alexey Miller, Vorstandsvorsitzender der Gazprom.

Hintergrundinformation

Im Mai 2017 unterzeichneten Gazprom und RusGazDobycha eine Absichtserklärung zur Umsetzung von Projekten für die Entwicklung des Gaschemieindustrie auf der Basis von Vorräten und Ressourcen der Achimov- und Valangin-Formationen in der Region Nadym-Pur-Tas sowie zur Förderung und Weiterverarbeitung von Gas und Gaskondensat aus den Lagerstätten des Tambei-Clusters (Lagerstätten Tambeiskoje und Tassijskoje der PAO Gazprom).

RusGazDobycha ist ein Fachunternehmen, das von der National Chemical Group gegründet wurde, um die Effizienz der Mehrwertkette zu steigern, Zugang zu Rohstoffen (Erdgas) zu erhalten sowie in die Rohstoffproduktion und verarbeitende Industrie zu investieren.

 

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