Dokument über grundsätzliche Konditionen eines zukünftigen EPSS-Vertrages zum Gasverarbeitungskomplex in Ust-Luga wurde mit Linde unterzeichnet

PRESSEMITTEILUNG

Heute fand in Sankt Petersburg ein Arbeitstreffen zwischen dem Vorstandsvorsitzenden der PAO Gazprom, Alexey Miller, und dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Linde plc, Wolfgang Reitzle, statt.

Alexey Miller (Zweiter von rechts)
Alexey Miller (Zweiter von rechts)

Alexey Miller (Zweiter von rechts)

Die Partner behandelten aktuelle Fragen ihrer Zusammenarbeit. Es ging unter anderem um das Gazprom-Projekt zum Bau des Gasverarbeitungswerkes Amur. In diesem Betrieb kommen Linde-Anlagen für kryogene Gastrennung sowie für die Heliumextraktion zum Einsatz. Derzeit werden zwei technologische Ausbaustufen in diesem Werk auf die Inbetriebnahme vorbereitet.

Wolfgang Reitzle (Zweiter von rechts)
Wolfgang Reitzle (Zweiter von rechts)

Wolfgang Reitzle (Zweiter von rechts)

Während des Treffens kam auch das Projekt zur Errichtung eines Gasverarbeitungskomplexes in Ust-Luga zur Sprache. Er gehört zum Industriekomplex für die Verarbeitung von ethanhaltigem Gas.

Im Beisein von Alexey Miller und Wolfgang Reitzle unterzeichneten Kirill Seleznev, Generaldirektor der RusKhimAlyans, und Jürgen Nowicki, CEO der Linde Engineering, eine Absichtserklärung. In diesem Dokument werden grundsätzliche Konditionen eines zukünftigen EPSS-Vertrages definiert, der Engineering-Dienstleistungen, Lieferung von Anlagen und Wartung von Objekten der Gasverarbeitung und allgemeinen Betriebsinfrastruktur beinhaltet.

Jürgen Nowicki und Kirill Seleznev bei der Unterzeichnung, hinten: Wolfgang Reitzle und Alexey Miller
Jürgen Nowicki und Kirill Seleznev bei der Unterzeichnung, hinten: Wolfgang Reitzle und Alexey Miller

Jürgen Nowicki und Kirill Seleznev bei der Unterzeichnung, hinten: Wolfgang Reitzle und Alexey Miller

Hintergrundinformation

Linde plc zählt zu den weltgrößten Unternehmen, die sich auf industrielle Technologien zur Aufbereitung und Trennung von Erdgas zwecks Extraktion von Ethan, Propan und schwereren Kohlenwasserstoff-Fraktionen spezialisieren. Der Konzern plant und baut ferner Tieftemperaturanlagen zur Verflüssigung von Erdgas und Helium. Linde Engineering ist ein ingenieurtechnischer Fachbereich der Linde.

Gazprom und RusGazDobycha setzen ein gemeinsames Projekt zur Errichtung eines Gasverarbeitungskomplexes (Industriekomplex für die Verarbeitung und Verflüssigung von Erdgas) in der Umgebung von Ust-Luga um. Der Betreiber dieses Projektes ist die Zweckgesellschaft RusKhimAlyans. Es ist ein Ankerprojekt für einen großen Gasverarbeitungs- und Gaschemie-Cluster, der in dieser Region gebildet wird.

Dieses Werk wird zur leistungsstärksten Produktionsstätte hinsichtlich der verarbeiteten Gasmengen in Russland (45 Milliarden Kubikmeter jährlich) und zum größten Hersteller von verflüssigtem Erdgas im Nordwesten Europas (LNG, 13 Millionen Tonnen pro Jahr). Neben LNG sollen dort Marktprodukte wie Ethanfraktion, verflüssigte Kohlenwasserstoffgase und Pentan-Hexan-Fraktion produziert werden.

Für den Bau eines mit dem Industriekomplex technologisch verbundenen Gaschemiewerkes wird RusGazDobycha sorgen. In diesem Werk sollen das aus dem Industriekomplex bezogene Ethan verarbeitet und bis zu drei Millionen Tonnen verschiedener Polyethylen-Marken hergestellt werden.

Auf der Grundlage geltender langfristiger Verträge ist die Versorgung des Industriekomplexes für die Verarbeitung von ethanhaltigem Gas mit Rohstoffen für mindestens 20 Jahre abgesichert.

 

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