Millionen neue Leben

Fotos können unter Quellenangabe verwendet werden.

21. Juli 2014

In der Gesellschaft Gazprom Dobycha Shelf Yuzhno-Sakhalinsk besteht seit nunmehr drei Jahren die Tradition, in die Gewässer des Ochotskischen Meeres regelmäßig Lachsbrut auszusetzen, und zwar mit dem Ziel, bei der Durchführung von Arbeiten und Erkundungen auf dem Schelf das Ökosystem zu erhalten. In diesen drei Jahren wurden in die Flüsse von Sachalin mehr als 25 Millionen Jungfische ausgesetzt.

In der zurückliegenden Woche setzte die Gazprom Dobycha Shelf Yuzhno-Sakhalinsk im Rahmen des Jahres der Umweltkultur der ОАО Gazprom weitere acht Millionen Jungfische in Sachalin-Gewässer aus. Unsere Fotoreportage zeigt, wie es geschah.

Der Weg zum Lachszuchtbetrieb Ado-Tymovsk, mit dem unsere Reise beginnt, führt von der Bahnstation Tymovsk. Der Betrieb liegt 40 Kilometer weit von der Station entfernt.

Stellenweise wechselt der Asphaltbelag in einen für herkömmliche Fahrzeuge nicht passierbaren Erdweg mit zahlreichen Löchern über, und bei Regen ist das Fahren nur mit einem riesigen Ural-Laster möglich.

Die Aufzucht von Fischbrut beginnt am so genannten Sperrwerk, wo aus Fischen Eier gewonnen werden. Daraufhin werden bereits befruchtete Fischeier in den Betrieb zugestellt, abgewogen und in Boxen gelegt.

Die Boxen werden mit Lichtschutzdeckeln abgedeckt, ja es werden sogar alle Fenster im Raum zugedeckt — so wird für die künftige Brut eine natürliche Umwelt kreiert.

In der ersten Zeit sind die Fischeier sehr empfindlich: Sie dürfen nicht mit Händen angefasst werden. Täglich wird die Temperatur der Fischeier gemessen — dies ist erforderlich, um ihr Alter zu bestimmen, das in so genannten Gradtagen gemessen wird. Die Tagestemperaturen werden summiert; nach Erreichen von 220 Gradtagen werden die Eier geprüft und die toten Eier entfernt. Dies lässt sich von Hand oder mit einem speziellen Gerät bewerkstelligen.

Die „älter gewordenen“ Fischeier werden in den Aufzuchtbereich verlegt: In freier Natur liegen die Fischeier in einem Grund aus Sand und Geröll, in der Fischzuchtfabrik wird dagegen ein spezielles Substratrohr angelegt – es sind dies lange Gitterrohre, die miteinander wie eine Art Matratze verflochten sind. Der ganze Boden im Aufzuchtbereich wird mit solchen kleinen „Matratzen“ bedeckt. Wenn es für den Embryo an der Zeit ist „ins Freie“ auszuschlüpfen, reißt er zunächst die Hülle mit seinem Schwanz auf und bahnt sich dann den Weg nach draußen. Durch das Gitter gelangt der zukünftige Jungfisch ins Substratrohr und wächst dort noch etwa fünf Monate lang nach.

Einige besonders groß gewachsene Jungfische werden im Aufzuchtteich im Freien gehalten. Aus diesem Teich werden die Jungfische dann durch den Bach Blagodatny in den Fluss Tym hinausgelassen.

Wir kamen in die Fischzuchtfabrik Ado-Tymovsk zusammen mit der Kommission, der der Vertreter des Föderales Staatliches Einheitsunternehmens Sakhalinrybvod und der Föderalen Fischereiagentur des Verwaltungsgebiets Sachalin angehörten. Der Chef-Fischzüchter der Fabrik prüfte gemeinsam mit dem Veterinärarzt und Laborgehilfen den Gesundheitszustand der Jungfische und überzeugte sich davon, dass die Fische die nötige Größe und das erforderliche Gewicht erreicht hatten.

Unser Bild: Lyudmila Shadrina, Mitarbeiterin von Sakhalinrybvod, bewertet die Größe eines Jungfisches.

Die Prüfung erwies, dass alles in Ordnung ist. Die Kommission gibt ihre Zustimmung und nun werden binnen einiger Nächte mehr als eine Million Jungfische in den Fluß Tym entlassen werden. Dies passiert in der Nacht, damit so wenige Jungfische wie möglich durch Raubfische (etwa Rotfeder) oder Vögel vernascht werden.

Unser weiterer Weg führt zum Fischzuchtbetrieb Buyukly. Dort wachsen gerade 4 Millionen Jungfische der Gazprom Dobycha Shelf Yuzhno-Sakhalinsk heran. Um die Fischzuchtfabrik zu erreichen, fahren wir einige Stationen weit mit dem Zug.

Diese Brut wurde im selben Verfahren gezüchtet wie auch in der vorherigen Fabrik. Die Kommission — Olga Bezzubkina, leitender Ingenieur der Abteilung Umweltschutz der OOO Gazprom Dobycha Shelf Yuzhno-Sakhalinsk, und Oxana Selikhova, Chef-Fischzüchterin der Fischzuchtfabrik Buyukly, prüfen erneut, ob es nicht an der Zeit sei, die Jungfische in die Freiheit zu entlassen.

Gutachten der Kommission: Die zum Aussetzen ausreichende Größe wurde bereits eine Woche zuvor erreicht,...

… sodass die Jungfische bereit sind, ins „erwachsene Leben“ zu starten – in den Fluss Buyuklinka, ins Becken des Flusses Poronay und von dort aus ins Ochotskische Meer.

Maria Svetlichnaya, Anton Zaglyadimov (Gazprom Dobycha Shelf Yuzhno-Sakhalinsk), Website-Redaktion der ОАО Gazprom

Fotos von größerem Format finden sich im Fotoalbum.