Unsere Flagge auf dem höchsten Gipfel Europas

Fotos können unter Quellenangabe verwendet werden.

5. November 2014

Der Elbrus ist der höchste Berg Europas. Der nördlich vom Großen Kaukasus gelegene schlafende Schichtvulkan erreicht mit seiner Spitze eine Höhe von 5.642 Meter über dem Meeresspiegel. Jährlich besteigen Hunderte von Alpinisten den Elbrus, und zwar vor allem im Sommer als günstigste Zeit für eine solche Besteigung. Beschäftigte der Gasindustrie aus Stawropol widmeten ihre siebentägige Expedition zur Westspitze des Elbrus dem Jahr der Umweltkultur in der ОАО Gazprom.

Die einwöchige Expedition startete am 21. Juli in der Siedlung Terskol in der Republik Kabardino-Balkarien. Fünf Sportler brachen auf, den Elbrus zu bezwingen (von links nach rechts): Sergey Zavodnov, Mitarbeiter der Stawropoler Verwaltung für Untergrundspeicherung von Erdgas der Niederlassung der ООО Gazprom UGS, Kirill Sukholenko, Student der Moskauer Hochschule für Automobil- und Straßenbau, Igor Larionov, Leiter des Bereichs Instandsetzung von Gebäuden und Anlagen der ООО Gazprom Transgaz Stavropol, und Oleg Sebelev, Kunstmaler aus dem Kultur- und Sportpalast der ООО Gazprom Transgaz Stavropol. Der Leiter der Gruppe, Chef der Fernkommunikationszentrale der ООО Gazprom Transgaz Stavropol Alexander Zavodnov, fotografiert.

Die Ausrüstung für den Aufstieg ließen die Expeditionsteilnehmer im Hotel vor Ort zurück. Die Akklimatisierung begann mit dreitägiger Wanderung durch die Schlucht Terskol.

Am ersten Tag legte die Gruppe unter Belastung sieben Kilometer zurück und stieg dabei 500 Meter hinauf. Der Tag belohnte sie mit wunderschönem Wetter: Sonne, reine Bergluft — alles, was für vollwertige Akklimatisierung notwendig ist. Der Aufstieg auf den Elbrus dauert übrigens nur einige wenige Stunden, die Akklimatisierung nimmt indes – je nach Vorbereitungsstand – fünf bis sechs Tage in Anspruch. Der menschliche Organismus muss sich an die Verhältnisse des Hochgebirges und den niedrigen Luftdruck gewöhnen. Deswegen legen erfahrene Alpinisten nur langsam an Höhe zu. Am ersten Tag schlugen unsere Touristen ihr Lager in einer Höhe von 2.600 Meter auf, wo sie auch übernachteten.

Am nächsten Tag bauten sie ihre Zelte ab, setzten Schutzhelme auf und machten sich wieder auf den Weg. Vor ihnen lag ein gefährlicher Abschnitt: die so genannten Rundhöcker. Das ist durch einen urzeitlichen Gletscher geglättetes Felsgestein. Der Pfad, den unsere Bergwanderer nahmen, steigt steil 600 Meter hinauf.

Nach vier Stunden erreichten sie den Startpunkt des Aufstiegs zu den Rundhöckern. Dahinten bot sich das majestätische Panorama des Hauptkamms des Großen Kaukasus dem Blick dar. Zwischen den Gipfeln Donguzorun (4.454 Meter) und Nakra-Tau (4.277 Meter) liegt einer der malerischsten Gletscher des Elbrus-Vorgebirges, der Semjorka (im Zentrum).

Kurze Rast auf dem steinfallgefährlichen Rundhöcker-Abschnitt. Da kamen die Schutzhelme den Alpinisten sehr gelegen!

Diese Platte in 3.200 Meter Höhe ist für ein Camp bestens geeignet. Am Abend ist es hier recht kühl, und in der Früh, da Nebel den Elbrus einhüllt, rettet nur der warme Schlafsack und ein Gasbrenner vor Kälte.

Als Andenken ließen sie diese „Inschrift“ aus Steinen zurück. Die Alpinisten aus Stawropol, die diese Höhen aufsuchten, werden jetzt einige Jahre lang unvergessen bleiben.

Am 23. Juli (am dritten Tag) stiegen unsere Gasfachmänner wieder zur Siedlung Terskol hinab, wo sie Spezialausrüstung für weiteres Training im Hochgebirge und die Besteigung des Gletschers holten. Steigeisen, Stöcke, Beilpicken, warme Kleidung und warme Schuhe, Sonnenschutzbrillen und -masken, Karabiner und Kletterhaken sind auf dem Elbrus unentbehrlich.

Am selben Tag erreichte die Gruppe die Herberge Botschki, wo die Akklimatisierung in 3.900 Meter Höhe ihre Fortsetzung fand. Diese Herberge ist heute eine der beliebtesten für Bergsteiger, die den Elbrus bezwingen wollen. Hier stehen etliche Wohnwagen, die von Touristen als Unterkunft gern genutzt werden. Das Lager für eine weitere Übernachtung wurde auf dem Gebirgskamm nahe der Seilbahnstation eingerichtet.

Am vierten Tag erreichten die Bergsteiger den Pastuchow Felsen (4.600 — 4.800 Meter). In diesen Höhen liegt immer reichlich Schnee.

Der fünfte Tag galt der Erholung. Die Bergsteiger stellten ihre Kräfte wieder her und bereiteten sich auf die unmittelbare Besteigung der Westspitze des Elbrus vor.

Die Gruppe bespricht den bevorstehenden Aufstieg. Die Prognose für den kommenden Tag stellt kein „Flugwetter“ in Aussicht. Die Bergsteiger beschlossen, sich zum Bergsattel, von dem aus beide Gipfel um weitere 300 Meter hinaufsteigen, gemeinsam vorzuarbeiten. Der Aufstieg begann um zwei Uhr nachts, denn bereits gegen Mittag wollten sie mit dem Abstieg beginnen. Übernachtung auf dem Gipfel ist nicht möglich: Man kann sich schlichtweg verlaufen oder auch erfrieren.

In der Morgendämmerung bietet sich vom Westgipfel des Elbrus aus ein fantastischer Ausblick dar. Diese Landschaften sind es wert, ihretwegen beliebige Höhen zu bezwingen!

Einige Stunden später begann ein Sturm. Die unerfreuliche Wettervorhersage hatte sich voll bewahrheitet. Schneefall mit heftigen Windstößen setzte ein, die Temperatur sank auf 20 Grad unter null. Den Sattel konnten jedoch alle Teilnehmer der Gruppe erreichen. Der Gipfel indes wurde nur von Igor Larionov (auf dem Foto) und Oleg Sebelev erobert.

Igor Larionov, Leiter des Bereichs Instandsetzung von Gebäuden und Anlagen des Produktionsmanagements Ferngasleitungen Stawropol, erfüllte die Hauptmission der Expedition — er hisste die Flagge des Jahres der Umweltkultur auf dem höchsten Berg Europas. Nun flattert die Flagge von Gazprom über der gesamten Alten Welt.

Nikolay Chernov, Elena Fomenko, Alexander Zavodnov, Igor Larionov, Oleg Sebelev (ООО Gazprom Transgaz Stavropol), Website-Redaktion der ОАО Gazprom

Fotos von größerem Format finden sich im Fotoalbum.