GASPIPELINE

Minsk – Vilnius – Kaunas – Kaliningrad

Erdgaslieferungen an Verbraucher im Verwaltungsgebiet Kaliningrad
~
Kilometer
Länge im Verwaltungsgebiet
Kaliningrad
Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr
Kapazität
~
155
Kilometer
Länge im Verwaltungsgebiet
Kaliningrad
2,5
Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr
Kapazität

Die Gaspipeline Minsk – Vilnius – Kaunas – Kaliningrad sichert Erdgaslieferungen an Verbraucher im Verwaltungsgebiet Kaliningrad, der westlichsten Region Russland, die durch Land- und Seegrenzen anderer Staaten vom russischen Kernland vollkommen abgeschnitten ist. Die Gaspipeline hat eine Schlüsselbedeutung für die Energieversorgung dieser einzigartigen Region.

Gaspipeline Minsk – Vilnius – Kaunas – Kaliningrad
Gaspipeline Minsk – Vilnius – Kaunas – Kaliningrad

Gaspipeline Minsk – Vilnius – Kaunas – Kaliningrad

Zahlen und Fakten

Länge im Verwaltungsgebiet Kaliningrad: ca. 155 Kilometer

Grunddurchmesser: 500 Millimeter

Betriebsdruck: 5,4 Megapascal

Kapazität: 2,5 Milliarden Kubikmeter jährlich

Leistung der Verdichterstation Krasnosnamenskaja: 12 Megawatt

Umsetzung des Projekts

Der erste Strang der Gaspipeline wurde im Verwaltungsgebiet Kaliningrad 1985 in Betrieb genommen.

Verschweißen der letzten Naht an der Gaspipeline Minsk – Vilnius – Kaunas – Kaliningrad
Verschweißen der letzten Naht an der Gaspipeline Minsk – Vilnius – Kaunas – Kaliningrad

Verschweißen der letzten Naht an der Gaspipeline Minsk – Vilnius – Kaunas – Kaliningrad

2005 baute Gazprom die Verdichterstation Krasnosnamenskaja. 2009 wurde der zweite Strang der Gaspipeline im Verwaltungsgebiet Kaliningrad in Betrieb genommen, und die Leistung der Verdichterstation wurde von acht auf zwölf Megawatt erhöht. Dadurch erreichte die geplante Kapazität der Gaspipeline 2,5 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich. Darüber hinaus wurden Maßnahmen getroffen, um die Gastransportkapazitäten in Litauen auszubauen, unter anderem wurde die Verdichterstation Jauniunai in der Umgebung von Vilnius gebaut.

2016 wurden die rund 25 Kilometer lange Pipeline-Abzweigung nach Tschernjachowsk und eine automatisierte Gasverteilerstation mit einer Leistung von 23.400 Kubikmetern Gas pro Stunde in Betrieb genommen.

Im Oktober 2017 schloss Gazprom den Bau von zwei Pipeline-Abzweigungen in die Städte Gussew und Sowjetsk ab. Dadurch wurde die zuverlässige Gasversorgung der beiden neuen Wärmekraftwerke – Majakowskaja und Talachowskaja – gesteigert.

Automatisierte Gasverteilerstation, Tschernjachowsk
Automatisierte Gasverteilerstation, Tschernjachowsk

Automatisierte Gasverteilerstation, Tschernjachowsk

Technologien

Bei der Umsetzung des Projekts für den Bau des zweiten Strangs der Gaspipeline wurden technische Lösungen angewandt, die Natur-, Klima- und ingenieurgeologische Besonderheiten im Verlauf der Trasse berücksichtigten: stark bewässertes moorastiges Gelände sowie die Kreuzung großer Flüsse (Deime und Szeszupa), Autostraßen und Eisenbahnstrecken sowie anderer ingenieurtechnischer Kommunikationen.

Beim Ausbau der Kapazitäten der Verdichterstation Krasnosnamenskaja wurde eine zusätzliche Gasverdichteranlage installiert, die mit einem modernen Automatisierungs- und Fernbedienungssystem ausgestattet ist.

Umwelt

Nach Maßgabe des multilateralen Umweltabkommens zum Schutze der Ostsee (Helsinki-Konvention 1992) trifft Gazprom entsprechende Maßnahmen zum Schutz des Ökosystems der Ostsee und zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in dieser Region. Im Zuge der Bauarbeiten an der Gaspipeline und der Verdichterstation wurden Maßnahmen getroffen, die eine Minimierung von Umwelteinwirkungen der Objekte sicherstellen.

Soziale und wirtschaftliche Bedeutung

Der Ausbau von Kapazitäten der Gaspipeline Minsk – Vilnius – Kaunas – Kaliningrad steigerte erheblich die Energiesicherheit im Verwaltungsgebiet Kaliningrad und schuf Voraussetzungen für den weiteren Aufbau der Gasversorgung in dieser Region.